Astrologische Notizen zum Oktober 2026
Mut zu neuen Wegen! Doch zuvor gilt es noch, die Grenzen auszuloten und sich unbewältigten Konflikten zu stellen.
Die Grenzen ausloten
Unter der Sonne in der Waage (23.09.-23.10.2026) in Opposition zu Saturn im Widder (2025-2028) liegt Anfang Oktober eine etwas übertriebene Ernsthaftigkeit, Förmlichkeit und Strenge gegen sich selbst und andere Menschen in der Luft. Wir sind nun erneut dazu aufgefordert, Verbundenheit zu schaffen, ohne unserem Gegenüber dabei zu nahe zu treten und seine persönliche Autonomie zu beeinträchtigen. Gefragt ist jetzt ganz einfach auch mehr gesellschaftlicher Schliff – wenn er uns fehlt, dann werden wir es merken.
Der Neumond in der Waage (10.10.2026) markiert einen sehr guten Termin, um für sich selbst auf den Punkt zu bringen, worauf es Ihnen im Miteinander momentan wirklich ankommt. Klären Sie nun also, welche Erwartungen Sie an andere Menschen haben, was Sie verlangen – und was Sie umgekehrt geben!
Wenn die Grenzen und die Kernbedürfnisse in der Partnerschaft erfolgreich geklärt sind, verspricht uns das Sonnen-Sextil zu Jupiter im Löwen (30.06.2026-26.07.2027) am 15. Oktober eine gute Portion Zuversicht – und sehr viel Spaß miteinander und aneinander.
Mut zu neuen Wegen!
Mars im Löwen (28.09.-26.11.2026) gibt uns derweil die Kraft, die Chancenaspekte des vergangenen Sommers tatsächlich auch greifbar einzulösen. Im Trigon zu Neptun im Widder (2025-2026) und in Opposition zu Pluto im Wassermann (2023-2044) fordert Mars uns zu Monatsbeginn noch einmal zu dem Kunststück auf, ganz individuelle kreative Glanzleistungen zu vollbringen und dabei dennoch eine gehörige Portion Teamgeist zu beweisen. Gewaltmanöver oder Manipulationsversuche führen dabei aber nicht zum Ziel! Wer jetzt nicht lernt, dass Kooperation nachhaltiger ist als die grandiose Einzelkür, der verpasst den Zug in eine neue Zeit. Nur dann, wenn wir bereit sind, unseren ureigensten Glanz ohne Murren mit anderen zu teilen, können wir einer positiven Zukunft wirklich konstruktiv den Weg bahnen.
Dabei unterstützt uns das Mars-Sextil zu Uranus in den Zwillingen (2025-2033) am 7. Oktober. Es versorgt uns mit frischer Tatkraft und der Bereitschaft, uns auf Innovationen einzulassen und mutig auch einmal das eine oder andere Experiment zu wagen. Sehr mitreißend können wir einander nun von fortschrittlichen Plänen überzeugen und uns so gegenseitig voranbringen.
Das Trigon zu Saturn, das der himmlische Krieger dann am 16. 10. bildet, spricht dafür, dass wir aller munteren Innovationsfreude zum Trotz im Rahmen des Machbaren bleiben und auch altbewährte Werte und Methoden nicht ganz aus dem Blick verlieren. Mit wohlkontrolliertem Feuereifer geht es jetzt also voran – und das kann beruflich wie zwischenmenschlich zu sehr erfreulichen Resultaten führen.
Unbewältigtes
Die meisten Sternenimpulse aber erhalten wir in diesem Monat aus dem Zeichen des geheimnisvollen, schon etwas komplizierten Skorpions. Gleich am 2. Oktober nimmt Merkur im Skorpion (30.09.-05.12.2026) Mars und Pluto mit zwei herausfordernden Quadraten aufs Korn. Was wir denken, das liegt demnach recht quer zu dem, was wir dann tatsächlich tun. Wir neigen nun dazu, in Worten Waffen zu sehen und diese dann auch rigoros gegen andere Menschen einzusetzen. Vorsicht, dabei kann es zutiefst Verletzte geben! Und Vorsicht jetzt auch mit verbindlichen Zusagen aller Art! Denn diese könnten sich schon bald als geistiger „Schnellschuss“ ohne langfristige Perspektive erweisen.
Venus im Skorpion (10.09.-24.10.2026) legt eine rückläufige Phase (02.10.-13.11.2026) ein, und am 7. Oktober vereinen Merkur und Venus im Aspekt der Konjunktion ihre Kraft. Mit Herz und Hirn erkennen wir nun, in welchen Beziehungen wir uns in den kommenden Monaten vor allem engagieren wollen – und welche Denkmuster und Verbindungen uns dabei eher zurückwerfen als voranbringen.
Auch die vernünftigsten Beziehungskonzepte werden jedoch leicht einmal über den Haufen geworfen, wenn die erotische Leidenschaft explodiert. Und das tut sie vor allem um den 10. 10. herum gar heftig, wenn Venus im Quadrat zu Mars steht. Überreizen Sie die Liebesdinge jetzt nicht! Auch um den 20. 10., wenn die rückläufige Venus zum zweiten Mal im Quadrat zu Pluto steht, geht das leidenschaftliche erotische Verlangen gern einmal mit dem einen oder der anderen durch. Erneut ist nun mit massiven Eifersüchteleien zu rechnen, die uns mit unseren tiefsitzenden Verlustängsten konfrontieren und geradezu dazu zwingen, schädliche alte Beziehungsmuster endlich rigoros zu verabschieden. Dabei könnte es sich insbesondere um allerlei sentimentale Erinnerungen nach dem Motto „Alte Liebe rostet nicht!“ handeln.
Am 24. Oktober trifft Venus mit der nun ebenfalls im Zeichen eingetroffenen Sonne im Skorpion (23.10.-22.11.2026) zusammen. Jetzt stehen uns unsere wahren Herzenswünsche so klar vor Augen wie zuletzt im Januar 2026. Gut möglich, dass sie sich deutlich verändert haben. Forschen Sie da doch einmal nach! Laut Sternenplan tritt das Verlangen nach „irdischen Erfolgen“, die sich in Geld und Besitz messen lassen, nun in den Hintergrund, zentral sind intime Bindungen aller Art. Und dabei heizen der Vollmond im Stier (26.10.2026) und Sonne im Quadrat zu Pluto unserer Angst vor zwischenmenschlichen und anderen Verlusten weiter kräftig ein.
Die Stimmung ist also hochexplosiv, Behutsamkeit ist dringend geboten. Doch viele von uns gehen stattdessen wahrscheinlich voll auf Risiko und teilen ihrem Gegenüber – gefragt oder auch ungefragt – klipp und klar mit, wo sie an ihm wohlversteckte Schwachstellen entdeckt haben. Kritisch ist in dieser Hinsicht vor allem die Zeit um den 30. 10. herum, wenn Merkur im Zuge seiner rückläufigen Phase (23.10.-14.11.2026) ein zweites Quadrat zu Mars bildet. Die Konflikte vom Monatsbeginn sind demnach noch längst nicht erfolgreich ausgetragen, wir müssen weiter nacharbeiten. Und uns dabei auch eingestehen, wo wir uns übermäßig von Eitelkeiten, falschem Stolz oder Misstrauen leiten lassen.
Als wollte sie all diesen Konfliktstoffen entfliehen, zieht sich die rückläufige Venus in die Waage (25.10.-03.12.2026) zurück, also in ihr vorheriges Zeichen, das für einen deutlich moderateren Umgang miteinander steht. Tun Sie es der himmlischen Liebesgöttin doch gleich, suchen auch Sie nach fairen, sanften Lösungen statt nach Streiterei!
Kurz und gut: „Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft.“ (Friedrich Ernst Daniel Schleiermacher)
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